Früh im Mai 2026, die Wetterfrösche prognostizieren für diesen Samstag unisono den schönsten Tag für längere Zeit und künden gleichzeitig garstiges Wetter für die kommende Woche, mitsamt dem Auffahrts-Wochende an! Höchste Zeit also, noch eine kleine Tour durch die lieblichen Hügel des Emmental einzubrennen 😉 ! Mein Ziel für heute, die Mörisegg oberhalb Zollbrück. Distanz geschätzt: ca. 20 km Luftlinie… sollte hinkommen mit dem 750er Akku… UND: Die Tour ist inspiriert von der Herzschlaufe Gotthelf, urtümlichstes Emmental wie zu Gotthelfs Zeiten also, mit den schönsten Hügel und Panoramen über selbiges. Einfach mal abfahren, Du wirst staunen!! (…und falls Du dich jetzt schon durch sämtliche Links oben geklickt hast, giltst Du schon fast als Emmental-Experte…! 😉 )
So, fertig jetzt mit historischem Geplänkel, und ich starte von der MTB Emmental Homebase und kämpfe mich über Gysenstein, Grosshöchstetten und Arnisäge hoch zur Aspiegg auf die Herzschlaufe Gotthelf (Route 699), und zweige im Brandiswald noch kurz ab, um doch noch ein paar Trailmeter zu ergattern. Denn die heutige Tour ist mit wohl weniger als 5% Trail-Anteil nichts für Trail-Freaks, die können also getrost weiterclicken… die Geniesser kommen aber voll auf Ihre Kosten! 😉



Nun lasse ich es auf der Route 699 gemütlich hinunterrollen, vorbei an Kühen mit Hörnern und dem wohl schönsten Abschnitt dieses Teils der Route bei Inneri Hueb (hier mache ich auf einem meiner Lieblings-Bänkli kurz Pause und geniesse den Ausblick auf das Emmental!), bis hinunter in den Talgraben und bei Lützelflüh durchquere ich nicht nur das eigentliche Emmental sondern auch gleich noch den namensgebenden Fluss, die Emme.



Hier verlasse ich kurz die Route 699 und hänge noch den Brandishub an, denn auch hier ist einer der schönsten Abschnitte, wo sich der Weg ganz lieblich über die Hügelkrete entlang zum Ellenberg windet; Das ist Emmental pur!



Bei Waldhaus stosse ich wieder auf die Route 699, nur um diese in Grünenmatt gleich wieder zu verlassen, den Schlenk nach Sumiswald und Trachselwald lasse ich aus (…muss Strom sparen… 😉 ). Nach nur wenigen 100 Metern bin ich wieder auf der Route 699 und kämpfe (…also mein E-Bike Motor) mich hoch auf den Ramisberg, und über den Chälperg zum Schlosschnubel. Und auch hier, Ihr ahnte es, Emmental pur: liebliche Hügel soweit das Auge reicht!



High Noon, kurz nach 12:00h Mittags, langsam Zeit für einen Mittagshalt, für den ich natürlich das schönste Bänkli mit der tollsten Aussicht suche… aber gleich neben dem einzigen Bänkli weit und breit auf der Mörisegg, geht Alpöhi (…sieht zumindest so aus…) gerade dem Winterholz mit der Motorsäge zu Leibe und verursacht so nicht gerade die Geräuschkulisse die ich mir vorgestellt habe… egal, da wird sicher noch ein schönes Bänkli am Wegesrand auftauchen… dachte ich… aber so passiere ich mein eigentliches Ziel, was aber doch nur den Wendepunkt der Tour markiert, die Mörisegg ohne weiteren Zwischenhalt und gleite hinunter in den Frittenbach und dann wieder hoch nach Buchschachen, wo ich die Route 699 mal für längere Zeit verlasse und ab hier für einmal der Route 99 folge, natürlich immer ordentlich bestaunt von den Mädels von der Wiese am Wegesrand…!



Bei der Neumühle quere ich wiederum die Emme und kämpfe mich dann hoch über Lauperswil, Burg und Blindenbach bis Mützlenberg, wo ich die Route 99 zugunsten einer spannenderen Wegeswahl entlang dem Wanderweg über Längholz, wieder kurz verlasse. Ach ja, ein meinen hohen Ansprüchen genügendes Bänkli hat sich bislang immer noch nicht finden lassen, bis ich, hoch über dem Emmental bei Längholz endlich den schon lange ersehnten Mittagshalt machen kann… es ist mittlerweile schon fast 13:00 Uhr und meine Akku-Anzeige (…also jene vom E-Bike) zeigt mit roter Farbe schon an, dass der Reststrom langsam zur Neige geht… Also Pause! Für mich und das E-Bike!



Die Reststrom-Anzeige der Bosch Flow App verrät noch 25% Akku-Kapazität…. doch, sollte knapp reichen, denn ich bin ja schon auf der Moosegg, und bald schon bei der Waldhäusern, wo ich die Route 99 verlasse und die Blasenfluh südlich über die Offeneggalp umfahre, weil ich hier noch ein paar Trails kenne und damit den Trail-Anteil der Tour noch knapp über 1% anheben kann und treffe wieder auf die Route 699. Dieser folge ich nun wieder, aber nur bis zum Chrutberg, wo ich mich, aufgrund der immer mehr zur Neige gehenden Akku-Kapazität ins Tale stürze und auf gut bekannten Nebenstrassen wieder zur Homebase gelange, die ich mit doch noch 11% Reststrom erreich… hätte glatt noch für einen kurzen Loop gereicht…


Eine richtige Geniesser-Tour, mit eingebautem Akku-Test, zeigt die allerschönsten Seiten des Emmental auf und bietet doch immer wieder den einen oder anderen kurzen Trailabschnitt, der abseits der Veloland Routen 699 und 99 mitgenommen werden kann. Eben, Emmental pur!!
Gesamtanstieg: 1687 m
Gesamtzeit: 04:30:32
