Val di Non – Val di Verdes, 7 Larici

Heute verirren wir uns geplant ins Val di Verdes, eines jener sagenhafter Täler, die sich in einer tief eingeschnittenen Schlucht befinden, und nur durch einen kleinen Karrenweg erschlossen sind. Dies garantiert meistens zweisame Einsamkeit, und dies über mehrere Kilometer, und nebenbei auch noch kühl beschattet. Den Einstieg ins Val di Verdes finden wir bald und ohne Umwege, nachdem wir unseren bekannten Bike-Spielplatz Wald durchquert haben und auf halbem Weg hinunter zum Santuario di San Romedio rechts abzweigen.

Der Weg mäandert mal ziemlich flach, mal etwas steiler, mal sausteil dem Rio Verdes, der hier aber momentan eher ein kleines Bergbächlein darstellt, entlang und so gewinnen wir fast unmerklich recht schnell an Höhe, bis wir nach ca. 7 km an unseren Wendepunkt kommen, wo wir das Val di Verdes in Richtung 7 Larici (“7 Lärchen”) verlassen, und die Baita 7 Larici auf einer wieder etwas befestigteren Strasse erreichen. Die Baita 7 Larici ist eine weitere, zurzeit geschlossene, Ausflugsbeiz.

Von hier aus entdecke ich auf der Karte (…in der Kompass-App) einen Weg in Richtung der 2 Laghi, gestrichelt, heisst Trail, und über längere Zeit durch den Wald. Sieht verheissungsvoll aus, machen wir! Und tatsächlich, der Waldtrail macht saumässig Spass: Wenig steil, aber zwischendurch immer wieder mit knackigen Stellen versehen, führt uns der Waldtrail direkt zu unserem Mittags-Rastplatz. In Italien trifft man fast überall immer wieder auf kleine Rastplätze mit Tisch und Bank, meist mitten im Wald, weit ab der Zivilisation. Toll!

Sowohl am Wegesrand als auch in der Karte ist uns bei den Bezeichnungen und Ausschilderungen der Wanderwege die Kurzbezeichnungen VV und S.F. aufgefallen, ohne genau zu Wissen, was die Bezeichnungen eigentlich zu bedeuten haben. Nun, bei S.F. handelt es sich um einen Sentiero Frassati, die dem heilig gesprochenen Pier Giorgio Frassati gewidmet sind. Und bei VV handelt es sich um den Weitwanderweg Via Vigilius, der vom Vigiljoch (wo wir übrigens auch schon mit den Bikes waren…) bis nach Trento, der Landeshauptstadt vom Trentino.

Diesen Wegbezeichnungen oder den Ausschilderungen dazu zu folgen hat sich als vielversprechend herausgestellt, zumal die Bezeichnungen VV und S.F. immer wieder zielführend im Gelände zu finden sind. Wie übrigens die Gelbe Muschel auf blauem Grund des Camino Jacopeo d’Anaunia… So kurven wir erst zwar ohne Wegweiser, aber dennoch zielsicher durch Smarano hindurch, und folgen den eben beschriebenen Zeichen auf einem flotten Trail wieder in eine so tiefe Schlucht und auf der andern Seite wieder hinauf.

Dort treffen wir, am Waldrand und am Dorfrand von Tres erneut auf einen Speichersee, der noch nicht mal zum baden geeignet ist, da verboten und eingezäunt…! Erst können wir die schiere Menge dieser Speicherseen in der Gegend nicht deuten, zumal Skigebiete und -Pisten hier meilenweit entfernt sind…? Wir deuten diese aber als Speicherseen zur Bewässerung der Apfel-Plantagen, die uns mehr als einmal ein zwar unfreiwillige, aber dennoch willkommene Dusche bescheren! 😉

In Tres finden wir diesmal die richtige Abzweigung hinunter zum Castel Bragher und von dort kurbeln wir ein weiteres Mal drei Kilometer und 250hm hinauf nach Còredo, wie bereits bei unserer ersten Tour.

Da haben wir uns als unser tägliches Nach-Tour-Ritual, inkl. leckerem Nachtessen, mehr als verdient… und legen uns danach schlagen, Buona Notte!! 

 

Gesamtstrecke: 23076 m
Gesamtanstieg: 785 m
Gesamtzeit: 03:15:56
Download file: Val-di-Verdes.gpx

  

Bikeferien 2026 – Val di Non:
Tour 1:Predaia MTB 3 – Smarano, Vervò, Tres
Tour 2:Malga di Romeno
Tour 3:Val di Verdes, 7 Larici
Tour 4:Sanzeno, Romeno
Tour 5:Local Trails & Còredo Bike Park
Tour 6:Castel (Schloss) Thun
Tour 7:Malga Vecchia e Malga Nuova di Còredo

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