Val di Non – Schloss Thun

Zugegeben, das Schloss Thun im Val di Non, oder umgangssprachlich Castel Thun sieht “unserem” Schloss Thun (das am nächsten der MTB Emmental Homebase gelegene Schloss…) noch nicht mal ähnlich, dient uns aber, oder genau deswegen, trotzdem als Ziel für unsere heutig Tour, wenn auch vielfach bei unseren Touren der Weg das Ziel ist. So gleiten wir erst von Coredo über Smarano und Sfruz wieder durch die lokalen Apfelplantagen und geniessen die Aussicht über das untere Val di Non, während die Sonne schon wieder arg wärmt. Es wird auch hier immer heisser und artet zu einer Hitzewelle aus, wie gleichzeitig in der Heimat. Aber wir haben auf der Karte gesehen, dass unsere Tour viel durch den Wald führe und erhoffen uns so, der Hitze etwas zu entfliehen.

So rollen wir unterhalb von Sfruz auf einem Weg, den wir noch nicht befahren haben, wieder in eine tiefe Schlucht hinunter und durch den Wald nach Vervo, wo wir den einstieg in den Weg, der nun lange 11 km dem Hang entlang, offensichtlich fast eben, durch den Wald führen soll…

Nach etwas Suchen finden wir den Einstieg auch, aber mit Wald und flach ist vorerst nichts, denn der Weg führt, an der prallen Sonne wieder einmal in eine so tiefe Schlucht und auf der anderen Seite wieder steil hoch. Na das kann ja heiter werden…

Der Weg führt nun aber doch mehrheitlich eben lange ganz einsam durch den endlosen Wald, bis auf einmal das Schloss Thun unter uns auftaucht. Dieser Abschnitt ist leider wenig bebildert, offensichtlich habe ich vor lauter Überlegen was wir machen, wenn uns dann doch ein Bär begegnen sollte, ganz vergessen, den Fotoapparat zu zücken… 😉

Kurz vor dem erreichen des Schloss Thun geht es sausteil runter, wir haben uns ja schon vorher gefragt, wann endlich die gut 450 hm zum Schloss hinunter vernichtet werden, jetzt ist uns klar wie und mit wieviel negativer Steigung; Unten beim Schloss angekommen glühen unsere Bremsen massiv! Zum kühlen der Bremsen kurven wir kurz rund ums Schloss herum.

Auf dem Rückweg machen wir beim ersten Dorf Dardine noch einen kurzen Schlenker ins Dorf, um uns am Dorfbrunnen unsere Bidons wieder aufzufüllen, deren Inhalte nämlich bei der brütenden Hitze bereits zur Neige gegangen ist. Dann folgt auf dem Rückweg ein richtiger Wo-gehts-Weiter-Exzess… wen wunderts, wenn die Beschilderung so aussieht…: 🙁

So rollen wir auf dem Weg nach Vion erst auf einem vermeintlich falschen Weg, kehren wieder um und landen stattdessen mitten in einer Strassen-Baustelle, wo uns die Arbeiter aber gutmütig durchlassen, und gelangen in die nächste Baustelle eines futuristischen Gebäudes, dessen Zweck wir (noch) nicht deuten können, und uns ein Arbeiter anweist, die Umfahrung hinunter in das Bergwerk zu nehmen. Wären wir mal auf dem ersten Weg geblieben, dann hätten wir auch feststellen können, in welche grosse Baustelle wir hier direkt hineingelangt sind: Es handelt sich um den neuen (Besucher)Zugang zu eben jenem kühlen Lagerort des Melinda-Konsortium im Bergwerk, mit dem zuführenden Funivia delle Mele, das mich ja zum Entdecken dieser Region geführt hat! 

Auf jeden Fall hat mich die Suche nach dem richtigen Weg, der dann doch wieder der falsche war, so aus der Konzept gebracht, dass ich das Fotografieren gleich komplett eingestellt habe… bis zum Apéro…! Irgendwann sind wir wieder beim Castel Bragher gelandete und haben unsere letzen 3km, wie schon bei vorderen Touren, an der brütenden Sonne gemeistert. Da macht das ganze Gesöff am Abend doch Sinn! 😉

Die diversen Gelegenheiten kühlende Getränke und deliziöse Speisen zu uns zu nehmen, haben wir am heutigen Tag auf jeden Fall richtig zelebriert…!

 

Gesamtstrecke: 34321 m
Gesamtanstieg: 1172 m
Gesamtzeit: 03:43:59
Download file: Schloss-Thun.gpx

 

Bikeferien 2026 – Val di Non:
Tour 1:Predaia MTB 3 – Smarano, Vervò, Tres
Tour 2:Malga di Romeno
Tour 3:Val di Verdes, 7 Larici
Tour 4:Sanzeno, Romeno
Tour 5:Local Trails & Còredo Bike Park
Tour 6:Castel (Schloss) Thun
Tour 7:Malga Vecchia e Malga Nuova di Còredo

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